Scheindemokraten – Der Aufstand der Unanständigen

Was Demokratie ist, ist bereits aus dem Wortbegriff etymologisch herzuleiten. Der erste Wortteil “demos” ist altgriechisch für “Volk” oder “Staatsvolk”, “krátos” für die Herrschaft. Eine Demokratie ist also eine Volksherrschaft. Darin unterscheidet sie sich von anderen Herrschaftsformen wie der Monarchie (Herrschaft eines Königs), der Aristokratie (Adelsherrschaft) oder der Diktatur, also z. B. dem (National)Sozialismus, dem Kommunismus oder der unbeschränkten Machtausübung einer anderen totalitären Herrscherperson oder -clique.

Dann gibt es noch die sog. “Anscheinsdemokratie”. Dies ist die Staatsform, in der wir gerade leben. Sie wird verwaltet von Scheindemokraten, die ihre Herrschaft ausüben und sich dabei vordergründig auf das Volk berufen, dabei aber verkennen, dass es “das Volk” nicht gibt, sondern dass es innerhalb des Volkes Gruppen gibt, die mit anderen Gruppen nicht konform gehen und daher andere Ansichten vertreten. Dies wird als illegitim erklärt. Und damit wird die Demokratie zur “Diktatur der Mehrheit”.

Ein Beispiel lieferte mir ein Leser dieser Webseite. Es handelt sich um einen sog. “Leak”, also um ein internes Schreiben, das wohl so nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Wir zeigen es als der Demokratie und dem Pluralismus verpflichtetes Presseorgan trotzdem. Es ist das Schreiben eines Landrates eine großen Kreises im südlichen Hessen. Lesen Sie es selbst, bevor wir zur Textbesprechung kommen (nein, das wird keine Schulstunde! 🙂 )

Fällt Ihnen etwas auf? Diese Stellungnahmen angeblicher Demokraten laufen immer nach dem gleichen Schema. Zuerst wird die Demokratie geheiligt, gerne auch unter Zuhilfenahme eines Zitates einer berühmten Persönlichkeit, denn der Herr Landrat schmückt sich gerne mit einem großen Namen, wenn es der eigene Geist schon nicht hergibt. Dann wird erklärt, was für tolle Demokraten die Unterzeichner bzw. Ideengeber des Papiers denn seien, und dass man in einer “Demokratie” durchaus streiten könnte etc. etc. Und ab jetzt beginnt die “Aber”-Sektion.

Auffällig und entscheidend sind hier wieder die aus dem linken Lager bekannten Begriffe wie “Hass” und “Hetze”. Ab da weiß der geneigte Leser, was denn nun folgen wird. Und welcher Partei der Mann höchstwahrscheinlich zugerechnet werden kann.

Der Herr Landrat wendet sich also gegen Menschen, die Spaziergänge dazu nutzen, um sich mit Gleichgesinnten zu einem persönlichen Austausch zu treffen.

Halten wir fest: Diese Leute tun das, was vollkommen rechtskonform und normal ist in einer Demokratie. Nämlich sich entweder anonym oder eben mit Namen zu treffen, wenn man sich kennt oder noch nicht kennt. Wo allerdings die Pflicht zur Offenlegung von Klarnamen und damit die Preisgabe der eigenen Identität gegenüber anderen liegen soll, darüber schweigt des Landrats Höflichkeit. Es gibt natürlich auch keine Erfordernis dafür. Es ist zulässig, sich anonym mit anderen zu treffen und durch die Stadt zu laufen. Wie der Herr Landrat auf die absurde Idee kommt, es gäbe eine rechtliche Verpflichtung sich zu entanonymisieren, das ist unerfindlich. Wobei man natürlich auch weiß, dass derjenige, der seinen Namen nennt dann, wenn die politische Richtung nicht stimmen sollte, von den “woken” Brigaden wie der linksfaschistischen “Antifa” terrorisiert werden kann und wird.

Interessant ist auch wieder häufig beobachtbare psychologische Phänomen der Projektion, das bei solchen Leuten immer wieder auftritt und das sehr leicht durchschaubar ist. Der Herr Landrat, der anderen vorschreiben will, wie sie sich zu artikulieren haben, handelt dabei undemokratisch, indem er den demokratischen Korridor auf seine eigene Sichtweise verengt. Er hat aber die Chuzpe, sich “Demokrat” zu nennen, erklärt anderen aber, wie “Demokratie” abzulaufen hat. Die “anderen” sind dagegen undemokratisch. Die Eigenschaften oder Verhaltensweisen, die man bei anderen moniert, legt man selbst an den Tag. Das nennt man, wie erläutert, “Projektion”. Es ist ein häufig zu beobachtendes Phänomen bei unbewussten Menschen. Bewusstheit ist an die Fähigkeit zum Nachdenken und zur Reflexion gekoppelt. Das können viele nicht und scheitern.

Dass der Herr Landrat von der SPD ist, haben Sie sicher schon vermutet. Das sind die schlimmsten Anscheinsdemokraten überhaupt. Wie bei Politikern dieser und anderer Couleur üblich, bleiben die Behauptungen unbelegt. Sie stehen im Raum und da stehen sie gut. Wo verbreiten diese Spaziergänger eigentlich “Hass und Hetze”? Kein Wort darüber. Ganz abgesehen davon, dass der K(r)ampfbegriff “Hass und Hetze” überhaupt nicht klar definiert ist. Es wird hier wieder unwissenschaftlich (wie bei solchen Politikern üblich) vorgetragen. “Hass und Hetze” finden nach deren Lesart immer da statt, wo sich Personen, die nicht explizit aus dem linken Lager kommen, zusammenfinden und sich z. B. in irgendeiner Form entsprechend artikulieren.

 

 

Ein Kommentar

  1. Der “gelernte DDR-Bürger” kennt das alles bestens.
    Es gibt sogar Handbücher und Leitfäden, z.B. “Politische Agitation”, in denen das wunderbar beschrieben und zur leichteren Anwendbarkeit und Übertragbarkeit mit Beispielen illustriert ist. Solche Publikationen kennt nicht nur das MfS oder die CIA. Man kann den zu Grunde liegenden Stoff auch problemfrei bei Amadeu Antonio Stiftung oder beim Bundesamt für politische Bildung nachlesen.

    Der Herr Landrat scheint demnach ein williger Schüler. Zuvor hat man ihm klar gemacht, dass sein Posten von der richtigen Haltung abhängt — sonst ist er ab-ge-hängt und ebenso ab-ge-meldet wie Impfkritiker und Grundrechteverteidiger, etwa die Ex-Grundrechtepartei. Letztere wurde vom BRD-System eliminiert, Erstgenannte von der Impfmafia bspw. durch GWUP und PSIRAM.com entmenschlicht.

    Prinzipiell scheinen alle Behörden Nachhilfe zu erhalten, die in Kontakt zur Bevölkerung treten / stehen. Corona/Covid-19 ist schlicht der Deckname für ein Umerziehungsprogramm. Darin haben die Deutschen Erfahrung. War es einst der Gelbe Stern, ist es heute der Grüne Pass. Impfpass und Personalausweis sollen zusammengelegt werden — das nur ganz nebenbei.

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